Erkenntnisse aus den ersten 4 Monaten für die Hotellerie

Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Speisen von 19% auf 7%?

Die Senkung der Mehrwertsteuer hat den Gastronomiebetrieben ohne Frage geholfen. Die Diskussion um mögliche Preissenkungen sind im internationalen Nachrichtentrubel weitestgehend untergegangen. Nun kommen aber Diskussionen auf, inwieweit der Frühstückssplit auf 19% und auf 7% aufgeteilt werden muss. Der Staat möchte also hier erneut zugreifen und es nicht bei den 7% belassen. Fakt ist, dass der Wareneinsatz beim Frühstück zu über 90% aus reinen Speisen besteht. Somit besteht aus meiner Sicht kein Grund (s. vorherige Beiträge) etwas zu splitten (Steuerberater raten zu einem Split von 70/30). Ob ein Unternehmer das Risiko einer späteren Betriebsprüfung und einer evtl. Nachzahlung eingehen möchte, muss er selbst entscheiden.

Gastronomiekonzepte

In den letzten Monaten haben wir bei einem weiteren Kunden das Gastronomiekonzept umgestellt. Im Einzelnen haben wir das Angebot verringert und die Nachfrage angepasst. Der Personalaufwand wird deutlich reduziert. Gleichzeitig wurden die Öffnungszeiten für das Frühstück aber auch die Möglichkeit, abends etwas zu Essen zu bestellen ausgeweitet. Das Konzept kommt sowohl bei Gästen als auch bei Mitarbeitern sehr gut an. Ziel ist es, mit der Gastronomie wieder Geld zu verdienen.

Logis

Das erste Quartal war im Hinblick auf die Budgeterfüllung schwankend. Fakt ist, dass die Nachfrage für die Monate Mai und Juni, nach anfänglich guter Nachfrage nun stark nachgelassen hat. Die insgesamt schwierige wirtschaftlichen Lage in Deutschland und weltweit und die weiterhin schlechten Nachrichten und Verunsicherungen in Deutschland sind sicherlich u.a. Gründe dafür. Hier muss sehr genau auf die Angebots- und Preispolitik geachtet werden. Im Bereich der Ausgaben ist es Chefsache, diese genau zu kontrollieren und das Budget stets im Blick zu haben.