Die Mehrwertsteuersenkung weiter ungewiss

Mehrwertsteuersenkung steht weiter auf unsicheren Beinen.

Obwohl im Koalitionsvertrag festgeschrieben mehren sich die Stimmen insbesondere bei der SPD, ob die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 19% auf 7% tatsächlich umgesetzt wird. Man verweist auf fehlende Geldmittel und versucht mit dem üblichen Hinweis der Klientelpolitik die Senkung abzuwenden. Am 11.8.25 hatte sich die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen zur Senkung bekannt. Sowohl die Tagesschau als auch die SZ veröffentlichen Aussagen von Lars Klingbeil, in Zuge dessen dieser die Senkung in Frage stellte.

Während andere Themen in vergangenen Sitzungen im Bundestag und Bundesrat diskutiert und Gesetzte verabschiedet wurden, lässt man die Gastronomie im Ungewissen. Eine Entscheidung soll wohl erst um den 20.12.25 herum getroffen werden. Wie eine so schnelle Umsetzung dann innerhalb der Branche umgesetzt werden kann, scheint die Bundesregierung nicht zu interessieren.

Bereits jetzt erstellen wir gemeinsam mit Kunden die Budgets für das Jahr 2026. Wir werden im Zweifel bei den Berechnungen davon ausgehen, dass es bei den 19% bleibt. Dies wird einen Einfluss auf die weitere Preisgestaltung aber auch auf die Personalpolitik haben. Da in nur wenigen Hotelbetrieben die Gastronomie bescheidene Gewinne erzielt und meisten Verluste einfährt, sind wir laufend dabei Konzepte anzupassen, Kosten zu senken, was sich hauptsächlich auf die Personalstruktur bezieht.

Sollte die Mehrwertsteuersenkung nicht zum 1.1.26 kommen, werden weitere Gastronomiebetriebe aufgeben und weitere Betriebe Mitarbeiter entlassen. Denn dann bleibt nur der erhöhte Kostendruck durch die bereits beschlossene Anhebung des Mindestlohnes.

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